19.12.2009:

Nachdem wir uns am vorhergehenden Abend, die Zugfahrt, mit etwas Wein und ein paar eigenen Snacks versüßten, wachten wir so gegen 7:15, bei strömenden Regen, auf. Bei den nächsten Stopps, versuchten wir zunächst unseren Position zu bestimmen, und nach zwei Stopps, war sicher, dass wir Hue gegen 10:00 erreichen würden.

Bei strömenden Regen, kamen wir in Hue an und wurden beim verlassen des Bahnhofs, bereits mit Namesschild empfangen, da wir beim einstieg in den Zug in Hanoi, einem Studenten, der Hotel in Hue vermittelte, unsere Namen gaben und ein Hotel buchten. Mit dem Hoteltaxi ging es bei Dauerregen und grauem Himmel, vorbei an Kolonnen von Mofa's, Radfahrer und Fußgänger, welche allesamt mit Ponchos bekleidet waren. Die Frage an den Fahrer bezüglich des Wetters, wurde mit einem grinsen und der Aussage, wir befänden uns eben noch vor dem Wolkenpass, der geographischen Grenze von Nord und Süd Vietnam und ebenfalls der Grenze zwischen Wolken und Regen (Hue), bzw. blauem Himmel und Sonnenschein (Da Nang) ....

Im Hotel angekommen wurde zunächst einmal geduscht und anschließend ein spätes Frühstück eingenommen. In der Hoffnung, am nächsten Tag würde es etwas weniger Regnen, buchten wir im Hotel ein Tour der Sehenswürdigkeiten von Hue und Umgebung, für den nächsten Tag.

Nachmittags ruhten wir noch etwas, machten ein Rundgang um das Areal, in dem das Hotel lag und gingen anschließend in die Kneipe/Bar 'Cafe On Thu Wheels' zum Abendessen. Anschließend begaben wir uns, auf unser Hotelzimmer und schauten bei einer Flasche Wein, das Spiel Bayern – Hertha (Live) und hofften auf besseres Wetter für die morgige Tour...

20.12.2009:

Geweckt, durch den weiterhin andauernden Regen, kauften wir uns ein paar Ponchos, um gerüstet für die anstehende Tour zu sein, und genossen ein europäisches Frühstück. Um 10:00 wurden wir von unserem persönlichen Tour Guide am Hotel empfangen und wir bestiegen einen Mini Bus, mit dem wir unser erstes Ziel, die Hue Zitadelle, ansteuerten.

Die Zitadelle ist eine ca. 2,5 x 2,5 km große Festungsanlage und beinhaltet in ihrem inneren die 'Purpurne Verbotene Stadt', einen Kaiserpalast vergangener Tag, welche der Verbotenen Stadt in Peking nachempfunden wurde. Da die Renovierungsarbeiten vor 10 Jahren begannen und mindesten noch 10 weitere bedarf, konnten wir nur einen kleinen Teil des Palastes besichtigen und uns nur ausmalen, wir dieser zur seiner Glanzzeit ausgesehen haben muss. Allerdings ist diese Anlage bereits jetzt schon beeindruckend und nach Abschluss der Renovierung (und keinem Dauerregen) ist es ein MUSS für jede Vietnamreise...

Weiter ging die Tour, zum Grabmal von Khai Dinh, welches an einen Berghang lag und mit diversen Figuren und Skulpturen verziert war. Wir verweilten ca. 30. min. bevor wir weiter, zum Grab von Tu Duc fuhren. Zuvor gab es noch ein ausgezeichnetes vietnamesischen Mittagsessen und als Verdaungssparziergang, durchschritten wir das Tor zum Grab von Tu Duc, einem als Wasserpark angelegtem Grabmal mit wunderschönen alten Bäumen, Seen und Bächen. Nach der Besichtigung der Grabhalle schlenderten wir noch etwas durch den Park, bei nicht mehr ganz so starkem Regen und machten uns auf zur letzten Etappe unserer Tour.

Da wir bisher in jeder Stadt, in die uns unsere Reise getragen hat, eine Bootstour gemacht hatten, sofern dies möglich war, galt dies auch für Hue. Bevor wir jedoch zur Bootstour übergingen, besichtigten wir noch ein weiteres der Wahrzeichen Hue's, die 'Thien Mu Pagode', welche in einem ruhigen und besinnlichem Park, etwas über dem Ufer des Huong (Parfümfluss) gelegen, einen wunderschönen Ausblick auf den Fluss bot. Anschließend bestiegen wir ein längliches, überdachtes Boot, und die Bootstour begann. Allerdings glich die Bootstour eher der Mischung einer Wassertaxi fahrt flussaufwärts und Butterfahrt. Sobald das Boot vom Ufer ablag, wurden uns von der Frau des Kapitäns, diverse Sachen zum Kauf angeboten, anschließend boten uns ihre Kinder noch diverse Getränke an. Die Fahrt dauerte ca. 30. min. und am ende lagen wir auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses wieder an und die Bootstour war zu ende...

Von der Anlegestelle liefen wir in Richtung unseres Hotels und nahmen zwischendurch noch einen kleinen Imbiss, bevor wir das Hotel erreichten und erstmal ausgiebig duschten... Da der Abschied, dieser kulturellen Hochburg, für den morgigen Tag Anstand, buchten wir im Hotel noch ein (Private) Taxi, welches uns über den Wolkenpass, nach Da Nang (der Sonne entgegen) bringen sollte.

Bevor wir uns auf den Weg, ins 'Cafe On Thu Wheels', zwecks Abendessen und ausklingen lassen des Tages, machten, erfuhren wir noch von einem Problem, welches im Zusammenhang mit dem Dauerregen stand. Nach der Ankunft in Hue, gaben wir unsere Wäsche, zum waschen im Hotel ab, ursprünglich sollte dies 3 Stunden dauern, da wir die Wäsche jedoch erst bei der Abreise wieder benötigten, fragten wir am Vorabend der Abreise einmal nach. Doch wie sich herausstellte, war die Wäsche noch nicht fertig und uns wurde zugesichert, die Wäsche am kommenden Morgen, vor der Abreise, zu bekommen. So war es dann auch, allerdings war die evtl. gewaschene Wäsche noch sehr feucht und mit einem Blick in den Reiseführer, fanden wir auch die Antwort: '… bei Regen sollte man, vor der Abgabe der Wäsche nachfragen, ob ggf. auch ein Wäschetrocker vorhanden ist...'